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15. Dezember 2016 / Dagmar Grace Reder

Andere Welt

Ich wünsche mir so sehr, dass es mich nicht mehr gibt
Dass ich verschwinde und keiner mehr sucht nach mir
All meine Tränen bleiben unbemerkt… und hier
versinkt mein Geist in der Traurigkeit, die er so liebt.

Auf dem kalten Boden, verloren und besiegt
Liegt mein Herz, gebrauchen kann ich es eh nicht mehr
Die nassen Augen sehen nicht, bleiben nur leer
Der Geist verlässt den Körper, weg nach oben fliegt

Andere Welt wird in meinem Kopf geschaffen
Wo es keine Ängste, keinen Trauer mehr gibt
Wo vergossene Tränen der schönste Schmuck sind

Andere Welt, wo Seele und Gott sich treffen
der HERR zeigt dem Geiste, wie sehr er ihn liebt
In der anderen Welt bin ich ewig ein Kind


szomorú vasárnap

 

 

4. Dezember 2016 / Dagmar Grace Reder

Die Leere

Tiefe Enttäuschung dringt die Seele durch
denn erblickte Gesichter überall
so verlogen, dies erweckt in mir Furcht
diese Heuchelei ist meines Herzens Qual

Aus den Augen strahlt nur tiefe Leere
die Dankbarkeit scheint vergessen zu sein
ich träume nur, wie schön es doch wäre
wenn Menschen echt wären, nicht nur zum Schein

Wo ist die Liebe, wo bleibt Ehrlichkeit?
Warum werden die Lächeln ausgenutzt
als Masken allgegenwärtiger Falschheit
ich steh‘ hier alleine, komplett verdutzt…

19. November 2016 / Dagmar Grace Reder

Tausend Selbstmorde

Tausend Selbstmorde
habe ich im Leben begangen
Wie viele meiner Seelen
haben ihr Ende im Tode gefunden

Tausend Selbstmorde
und so viele Jahre sind vergangen
warum Kräfte wieder fehlen
kann ich mit keinem Argument begründen

Tausend Selbstmorde
und sie sind weg, kommen nie wieder
Persönlichkeiten, Kinder
Autoritäten, Erfolge, Träume…

Tausend Selbstmorde
alle schlug ich kaltblütig nieder
Nun flüchten sie nur geschwinder
beim Erblicken meines Herzens Räume

Tausend Selbstmorde
im raugrauen Zigarettenrauch
mit kaltem Kaffee auf dem Tisch
verabschiede ich mich…


Inspiriert durch „Gloomy Sunday“

19. November 2016 / Dagmar Grace Reder

Grau

Grau wurd‘ der Himmel
Kälte beherrscht das Leben
Doch es dämmert erst

Dunkle Jahreszeit
Dir gehört nun die Natur
tiefer Schlaf der Seel‘

29. August 2016 / Dagmar Grace Reder

Die Vergebung 

Mein Herz war so sehr belastet
Im Geiste tiefe Traurigkeit
Die Würde blieb angetastet
Im Leben herrschte Einsamkeit

Vor Augen nur graue Farben
Die Zukunft schien nicht zu kommen
Die Seele verziert mit Narben
Wie sehr hat’s mich mitgenommen…

Dann kam endlich die Befreiung
Ich konnte wieder durchatmen
Die Lösung war die Verzeihung
Egal, was Andere sagten

Die Herzenswunden sind geheilt
Die Erinnerung leicht und sacht‘
Der Friede im Leben verweilt
Das ist der Vergebung Macht

 

28. August 2016 / Dagmar Grace Reder

Hochsommer

Warm wie im Süden
Die Sonne scheint ins Gesicht
Braun wird meine Haut

Die Sonnenstrahlen
Himmlisch schimmern aufm Wasser
Glück pur spüre ich

Danke lieber Gott
Für dieses schöne Wetter
Ich vermiss‘ es schon

Tegeler_See

 

16. August 2016 / Dagmar Grace Reder

Poeten des Alltags

Unter den Wolken der Routine
wo graue Alltäglichkeit herrscht
Gedanken toben unbeherrscht
hinter Gittern der Zeittermine

Genau dort werden sie gefunden
unter grauen ihresgleichen
mit Innerem so sehr weichem
nach schlaflosen, langen Stunden

Doch der Alltag vor ihren Augen
enthält so viel mehr Nuancen
Gott selbst kreiert ihnen Chancen,
zu zeigen, wie viel Tage taugen

Dort schimmern Strahlen auf dem Wasser
Drüben himmlisch singt ein Vogel
Da durchschimmert grün ein Hügel
So werden ihre Sorgen blasser

Doch eh merkt einer auf den Straßen
Sind sie wieder weg, verschwunden
Nur nach einigen Sekunden
Vergeblich die Suche in Massen

Nur ein Stück Papier, ein Schluck Tinte
kennt bittersüßes Geheimnis
Im Kopf der Gefühle Wildnis
Ins Korn werfen sie nie die Flinte